Francis Rossis neues Album ist versehentlich entstanden, womit der Titel dieser ersten Solo-Anstrengung in sieben Jahren geklärt wäre. Was als spontane Jam-Session mit Gitarrist Hiran Ilangantilike und Musiker und Produzent Andy Brook begann, endete in einer 14 Song starken Platte und schlägt — anders als andere Rossi-Alleingänge — verstärkt in die Status Quo-Kerbe. 2024 hatte er recht vage das eventuelle Ende von Quo bekannt gegeben. Dass seine langjährigen Bandkollegen John „Rhino” Edwards am Bass und Leon Cave am Schlagzeug nun hier mitwirken, untermauert den Status Quo noch mehr.
Musikalisch äußert sich das durch eingängige, stampfende Grooves, mitreißende Signature-Boogie-Rock-Riffs und im Großen und Ganzen durch Songs, zu denen man nach wenigen Sekunden begeistert mitwippt. Am deutlichsten durchexerziert findet sich diese bewährte Formel im beschwingten ›Go Man Go‹, in ›Things Will Get Better‹ legt Rossi eine Schippe Power drauf, was ihm gut steht. Das sechsminütige ›Beautiful World‹ bündelt all diese Elemente und punktet mit einem zusätzlichen Psychedelic-Teil, der ›Pictures Of Matchstick Men‹-Zeiten ins Heute katapultiert — einer der besten Songs der Scheibe. In ›Back On Our Home Ground‹ lehnt sich Rossi entspannt in den Blues hinein und wirkt auf diesem Album generell so, als hätte er trotz vorsichtiger Rentenandrohungen noch reichlich Lust aufs Musizieren.




