Europe sind ein Phänomen. Zu Weltruhm fanden die Schweden in den achtziger Jahren mit dem kolossalen Welthit ›The Final Countdown‹, der viel zu lange ihre Karriere überschattete. Auch die weiteren Single-Auskopplungen vom gleichnamigen Album trugen dazu bei, dass Europe vor allem zu Stars der Teenie-Presse mutierten — und zum vollendeten Hassobjekt jener Hard- und Heavy-Rock-Klientel, die es besonders ernst mit sich selbst und ihrer Musik meinte.
Losgeworden sind sie dieses Stigma bis zu ihrer einstweiligen Auflösung 1992 nicht wirklich. Umso beachtlicher ist es, dass sie bald vierzig Jahre nach dem letzten Countdown selbst ihre einst größten Feinde hinter sich versammeln. Europe haben einen spannenden und wohl auch einmaligen Metamorphose-Prozess durchlaufen, an dessen Ende die polarisierenden Achtziger-Helden zu einer prachtvollen neuen Gestalt fanden, die leidenschaftlich Einflüsse von Deep Purple, UFO, MSG, Uriah Heep und Led Zeppelin zu einem eigenen Wucht-Sound katalysiert, den Sänger Joey Tempest gerne als modernen Classic Rock beschreibt. Zeitloser klang diese Musik in den letzten drei Dekaden tatsächlich selten.
Come This Madness ist das zwölfte Studiowerk der Schweden und erscheint am 26.September. Die erste Single ist ›One On One‹ und hier etwas weiter oben auf der Seite verlinkt. Enthalten wird es Gastauftritte von Tobias Forge (Ghost) und Michael Åkerfeldt (Opeth), produziert wurde die Platte von Tom Dalgety (Ghost, Rammstein, Pixies, The Cult, Opeth).
Die Songs von Come This Madness:
One on One
The Cult of Ignorance
Come This Madness
This Time of Year
In a Different World
Scandinavian Eyes
Takin’ It Back
In the Absence of Grace
The Angels Must Have Flown
The Devil’s Back
Nothing Can Follow This








