Ihre erste LP erscheint 1976 und hatte alles, um die Weichen für eine passable Karriere zu stellen. Vor allem talentierte Musiker: Jim Diamonds charmante Reibeisenstimme ist der von Gary Holton (Heavy Metal Kids) alles andere als unähnlich, die Gitarristen Danny McIntosh und James Litherland sind um eine Balance aus harten Riffsalven und swingendem Funk in ihrem beißenden Boogie-, Hardrock- und Funk-Gewölk bemüht — den Unterbau dazu liefern Bassist Cliff Williams und Schlagzeuger Graham Broad.
Dass gute Songs nicht alles sind, um im Musikgeschäft bestehen zu können, erfahren sie nach dem Flop der Single ›Ohio‹: Ein Richtungsstreit und der zunehmende Druck ihre Plattenfirma Arista lassen die Formation auseinanderbrechen. Als Bandit zwei Jahre später das von Matthew Fisher (Procol Harum) produzierte Partners In Crime veröffentlichen, ist die Band längst eine andere. Gitarrist Danny McIntosh ist als einziges Rudiment der Erstbesetzung an Bord geblieben; mit den Neuzugängen Sänger Gerry Trew, Bassist Tony Lester und Schlagzeuger Theodore Thunder spielen Bandit fortan stark produzierten Pop-Hardrock mit großen Refrains, der irgendwo in der Nachbarschaft von Eddie Money, Piper und Billy Squier ein Zuhause findet. Und tatsächlich einen kleinen Hit abwirft: ›One Way Love‹ klettert in den amerikanischen Billboard-Charts auf Rang 76, während ›Rocker‹ als famose Verquirlung von Thin Lizzy und den Doobie Brothers gar nicht erst in Erwägung gezogen wird für eine Auskopplung. Eine dritte LP wird mit Mick Grabham (Procol Harum) als Gitarrist entsteht, veröffentlicht wird sie nie.
McIntosh ist heute mit Kate Bush verheiratet und spielt in ihrer Band. Aber auch einige der Musiker der Erstbesetzung haben es gut getroffen: Cliff Williams zog noch in den Siebzigern weiter zu AC/DC, um Mark Evans als Bassist zu ersetzen. Diamonds gründete nach seinem Ausstieg zusammen mit Drummer Simon Phillips und Bassist Tony Hymas die erfolgreichen Ph.D., während Schlagzeuger Graham Broad in der Band von Roger Waters unterkam.







