Phil Campbell sei nach langem gesundheitlichen Kampf und infolge einer komplexen Operation friedlich eingeschlafen, machte seine Familie in einem Statement öffentlich.
»Phil war ein hingebungsvoller Ehemann, ein wundervoller Vater und ein stolzer und liebevoller Großvater, der liebevoll "Bampi" genannt wurde«, heißt es weiter. »Er wurde von allen, die ihn kannten, sehr geliebt und wird unsagbar fehlen. Sein musikalisches Erbe und die Erinnerungen, die er mit so vielen Menschen geschaffen hat, werden für immer weiterleben.«
Seinen Durchbruch erlebte Campbell 1984, als Motörhead nach dem Ausscheiden des ehemaligen Thin-Lizzy-Gitarristen Brian Robertson einen neuen Gitarristen suchten. Sowohl Campbell als auch sein Mitbewerber Michael „Würzel“ Burston wurden engagiert: Sein Platten-Debüt mit Motörhead (Orgasmatron, 1986) war zugleich das erste Album der Band als kurzzeitiges Quartett.
Campbell blieb bis zuletzt Gitarrist der legendären Gruppe, dessen Spiel das Klangbild des Trios auf weiteren Alben wie 1916 (1991), March Ör Die (1992), Bastards (1993), Sacrifice (1995), Inferno (2006) und Bad Magic (2015) prägte und ihm einen markanten Stempel aufdrückte.
Mit dem Tod von Frontmann Lemmy Kilmister (70) im Jahr 2015 löste sich Motörhead auf. Dem räudigem Straßen-Rock’n’Roll blieb Phil Campbell später auch mit seinen Bastard Sons verpflichtet, denen zudem seine Söhne Todd, Tyla und Dane angehörten.







