Singen, tanzen, sich schütteln und schwitzen — zu all dem will Animateur Michael Monroe seine Hörer auch auf Outerstellar bewegen. Vier Jahre nach I Live Too Fast To Die Young! ist Finnlands einflussreichster Rock-Export noch immer mit der gleichen Mannschaft unterwegs, die das wahre Leben feiernde Hymnen wie ›Disconnected‹ oder das gewohnt schnodderige ›Rockin’ Horse‹ bereichert. Dabei geht Monroe den Weg des Vorgängers noch weiter und bietet mehr Vielfalt an, ohne dabei den verbindenden Faden zu verlieren. Anlehnungen an die E Street Band, mit deren Gitarristen Little Steven er seit bald vier Dekaden freundschaftlich verbunden ist und 1989 den Hit ›Dead, Jail Or Rock’n’Roll‹ mit ihm schrieb, sind in dem fast achtminütigen Opus ›One More Sunrise‹ zu hören, in dem Monroe seinen Street-Rock mit Klavier und ausufernden Duellen zwischen Gitarre und Saxofon verfeinert. Auch in ›Rode To Ruin‹ und ›When The Apocalypse Comes‹ scheint Springsteen als Heartland-Rocker mitzuschwingen. Ob eingängig wie ›Shinola‹, punkig wie beim gangshoutigen ›Newtro Bomb‹ oder betont gefühlvoll in ›Glitter & Dust‹ — der einstige Frontmann von Hanoi Rocks hat auch weiterhin in allen Lebenslagen Unterhaltsames mitzuteilen. Dass Outerstellar insgesamt ein bisschen länger braucht, um seine Wirkung zu entfalten als manch anderes Album, das der Entertainer zwischen Sensory Overdrive (2011) und One Man Gang (2019) in die Welt schickte, alles andere als dramatisch: Diese Songs schreien förmlich nach stickiger Clubatmosphäre, in der sie erst richtig zum Leben erweckt werden.
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