Im März 1975 veröffentlichten die Berliner Synthesizer-Pioniere ihr sechstes Album, das zu Recht als eines der prägendsten Werke der elektronischen Musik bezeichnet wird. Entstanden in Richard Bransons The Manor Studios, formen pulsberuhigte Sequenzer-Beats, Mellotron-Chöre und ein träges elektrisches Piano einen hypnotisch-meditativen Sound, der, nach dem noch leicht disharmonischen Vorgänger Phaedra, gerade im ersten Teil der titelgebenden zweiteiligen Suite auch Anklänge an Pink Floyds ›Echoes‹ zeigt. Was lange wie ein Trip in weit entfernte kosmische Welten wirkt, klingt im zweiten Teil durch Edgar Froeses verzerrte elektrische Gitarre etwas geerdeter. Zum 50-jährigen Jubiläum hat Steven Wilson dem Werk einen formidablen klanglichen Anstrich verpasst, der viele Details noch deutlicher zutage treten lässt. Neben einem auf 15 Minuten erweiterten Intro enthält die Jubiläumsausgabe zwei bislang unveröffentlichte Shows aus dem Londoner Rainbow Theatre vom Oktober 1974 und der Royal Albert Hall vom April 1975, die beide den Improvisations-Charakter der Musik betonen.
Album: 8







