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Jayler

Voices Unheard

Silver Lining
VÖ: 2026

Gerade mal 20!

Jayler erleben einen Hype, der ähnlich polarisiert wie einst bei Greta Van Fleet. Die vier jungen Briten spielen klassischen Retro-Rock mit schneidigen Riffs und Blueswurzeln. Jedoch hat Frontmann James Bartholomew nicht nur eine sehr markante, großartige Stimme, er ähnelt Robert Plant optisch und habituell so sehr, dass man sogar einzelne, ikonische Outfits herauszuschnuppern meint. Eine so deutliche Anlehnung sorgt natürlich für Zündstoff, doch statt sich auf die Äußerlichkeiten zu kaprizieren, sollte man unvoreingenommen die Ohren spitzen. Ihr engagiertes Classic-Rock-Debüt klingt natürlich immer wieder nach Led Zeppelin — die sind schließlich auch der ultimative Richtwert für Siebziger-Rock. Heulende „Oh Mama“-Rufe und Songs mit Textzeilen wie „Love Maker, Heartbreaker“ kann man nur schwer davon lösen. Aber Jayler bieten zahlreiche Hooks und Riff-orientierte Stücke, die sofort ins Tanzbein schießen. ›Need Your Love‹ ist ein Beispiel für so einen Banger wie auch das schmissige ›Down Below‹ oder das groovende ›Riverboat Queen‹ mit prägnanter Slidegitarre. Daneben gibt es Lieder wie ›Hate To See It End‹ mit beschwingtem Folk-Vibe und oder das sanfte, akustische ›Bittersweet‹, in dem Bartholomew ein wenig nach frühem Geddy Lee klingt. Mit dem epischen, psychedelischen und an die Gretas erinnernden ›The Rinsk‹ beenden Jayler Voices Unheard. Man lasse ihnen ein bisschen Luft zum Atmen und Entwickeln!

(7.5/10)

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