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Scorpions

Lonesome Crow (2026 Remix)

Universal
VÖ: 2026

Licht und Luft

Das 1972 über Brain Records erschienene Debüt der Scorpions ist auf lange Zeit das seltsamste Album der späteren Hardrock-Legende aus Hannover geblieben, auf dem besonders der junge Michael Schenker als impulsives Gitarrentalent glänzt. Im Jam-lastigen ›It All Depends‹ etwa — in ›Inheritance‹ und dem kruden ›Action‹ hingegen ist vor allem Bassist Lothar Heimberg der Held der Stunde. Hin und wieder lässt sich in den von ausladenden Instrumentalpassagen durchsetzten Stücken ein Echo von Cream, Led Zep und Black Sabbath heraushören, im Kern jedoch bleibt das psychedelisch extrem vernebelte Lonesome Crow mit Preziosen wie ›Leave Me‹ und ›I’m Going Mad‹ (mit choralem Yardbirds-Echo und einem sich in alle Richtungen windenden Klaus Meine) ein wunderbares Zeugnis der deutschen Krautrock-Ära. Der exzellente Mix bringt Licht und Luft und hebt das Album in angenehm sensibler Weise aus dem originalen Muff heraus, der es umgab. Empfehlenswert.

Album: 7,5

(8/10)
TEXT: DANIEL BÖHM

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