Exakt zwei Jahre ist es her, dass wir uns in einem großen Hardrock-Special auf Spurensuche begaben: Wir fischten nach Impulsgebern, Katalysatoren und einfach guten Platten, die harte Rockmusik erfunden und vorangebracht haben. Oder die ihr neue Facetten, Spielweisen und eigene Duftnoten hinzufügten. Mehrfach ausgeweitet wurde damals diese Themenstrecke, die so viel Material hervorbrachte, dass eine Fortsetzung unausweichlich wurde.
Hier ist sie nun: Teil 2 knüpft dort an, wo dem ersten nach mehr als 40 Seiten der Platz ausging — wobei wir die brandneuen Albumveröffentlichungen von Europe, Airbourne, Audrey Horne und Warren Haynes zum Anlass genommen haben, uns umgekehrt chronologisch aus der Gegenwart zurück bis ins Jahr 1991 zu hören. Ein langer und ereignisreicher Weg durch die Dekaden, in denen sich „Hardrock“ vielfach gewandelt und stilistisch weit aufgefächert — und manche seiner Protagonisten vor neue Herausforderungen gestellt hat.
Pioniere und verdiente Veteranen wie etwa Black Sabbath oder David Coverdale und Jimmy Page, UFO, Uriah Heep und Alice Cooper haben es verstanden, ihr Vermächtnis aus den Siebzigern weiterzuführen. Guns N’ Roses setzten mit dem zweifachen Doppelschlag Use Your Illusion Anfang der Neunziger neue Maßstäbe und Innovatoren der Achtziger wie Metallica oder Queensrÿche sahen sich im neuen Jahrzehnt vor große Herausforderungen gestellt, denen sie auf unterschiedliche Weise begegneten. Gleichzeitig erregten Bands wie Temple Of The Dog und Pearl Jam oder die Wüsten-Rocker Kyuss mit ihrem neuartigen Sound großes Aufsehen. Mal kürzer, mal ausführlicher beleuchten wir daneben die Vielgestaltigkeit und Vitalität des Hardrock in Gestalt von Badlands, Extreme, Night Ranger, Gotthard, Love/Hate, Saigon Kick und vielen großen und weniger bekannten Bands mehr.
Da abermals der Platz begrenzt ist, bleibt auch dieser Blick schlaglichtartig. Und ganz sicher werden wir auch künftig auf Spurensuche bleiben…
An anderer Stelle geht es in diesem Heft um Genesis. Auf Foxtrot wurde ihre Musik theatralischer, stimmungsvoller und komplexer — das surrealistische Artwork ist eins der ikonischen Bilder des Progressive-Rock geblieben. Um David Bowie, der in seiner fast fünfzig Jahre währenden Schaffenszeit etliche Wandlungen durchlief und dabei immer nur sich selbst treu geblieben ist.
Wie auch Arthur Brown, dessen Name auf ewig mit dem Psychedelic-Hit ›Fire‹ aus dem Jahr 1968 verbunden bleiben wird: Mit seinen theatralischen, gern nackt und mit brennender Benzinmütze auf dem Kopf absolvierten Bühnenauftritten beeinflusste er auf Show bedachte Künstler wie Alice Cooper, Kiss oder auch Peter Gabriel nachhaltig. Darüber und auch über sein neues Album Nature unterhielten wir uns lange mit dem liebenswerten Kauz.
Viel Vergnügen mit dem neuen ROCKS Nr. 114 (05/2026)!
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