Ihr viertes Album dürfte die Französin mit dem englischen Vater an der Spitze der singenden Gitarristinnen in Europa etablieren. Das deutete sich schon auf dem Vorgänger Head Above Water (2023) an, denn auch dort war der bluesige Riff-Rock der ersten beiden Scheiben seltener zu hören. Nun sind Erfahrung und Routine weiter gewachsen; mit ein Grund dafür, dass Cox noch selbstbewusster geworden ist. Anders ist ein Gitarren-Pop-Stück wie ›What Do You Know?‹ kaum zu erklären, das auch von Sheryl Crow stammen könnte. Auch bei anderen Songs steht das Gitarrenspiel nicht mehr im Vordergrund. ›Dancing Around The Truth‹ macht seinem Namen alle Ehre, indem es leichtfüßig elektronische Elemente aufnimmt und die sechs Saiten nur am Ende als Effekt eingesetzt werden. Überhaupt scheint sich die 34-Jährige ehemalige Youtuberin inzwischen in ruhigen Gefilden sehr sicher zu fühlen — das von einem Banjo getragene ›Out Of The Blue‹ klingt so amerikanisch, wie es nur sein kann. ›Broken‹ und ›A Way Home‹ sind sogar Ausbrüche in poppigen Garagen-Sound, der nach seichten Hives klingt, das rhythmische ›Rise Together‹ vermischt den Minimal-Sound der White Stripes und der Black Keys mit einem Blues-Touch. Cox versucht erst gar nicht, sich auf ein Genre festzulegen.
Album der Woche
Ähnliche Videos
Reviews
ROCKS nachbestellen
Heft verpasst?
Einfach nachbestellen!
Hier stöbernEinfach nachbestellen!







