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Lynch Mob

Eins geht noch

Eigentlich sollte die Geschichte von Lynch Mob mit dem Live-Mitschnitt The Final Ride enden. Nun arbeitet Gitarrist George Lynch doch wieder an neuen Songs für die Band, die er 1989 nach der Auflösung von Dokken ins Leben rief.

TEXT: MAXIMILIAN BLOM |FOTO: Misti Layne

Mehrfach hatte der Gitarren-Virtuose bereits das Ende von Lynch Mob angekündigt: 2020 etwa, als er die Band auflöste und später kurzzeitig unter dem Namen Electric Freedom weiterführte.Auch die bisher letzte Tour unter dem Motto The Final Ride war als Abschieds-Tour deklariert, das im vergangenen November veröffentlichte Dancing With The Devil sollte das letzte Album der Band gewesen sein.

In einem neuen Interview machte Lynch, der einst mit Dokken zum Star wurde und heute eine handvoll Projekte betreibt, nun den Rückzieher publik. »Ich könnte mir jetzt eine Lüge aus den Rippen leiern, die das beser erklärt. Die Wahrheit ist: Dancing With The Devil  sollte wirklich die letzte Veröffentlichung von Lynch Mob sein, aber ich habe mich nun umentschieden«, erklärte der 71-Jährige angesprochen auf den Titel des nun erscheinenden Live-Albums, das wie die 2025 beendete Rundreise den Titel The Final Ride trägt. »Verklag mich doch. Ich kann keine Probleme bekommen, nur weil ich meine Meinung geändert habe. Ich bin schließlich nicht der erste, der eine Band in Rente schickt und sich dann umentscheidet.«



Erste Fakten hatte Lynch in den vergangenen Monaten bereits geschaffen. So spielten Lynch Mob mit einer runderneuerten Besetzung vereinzelte Konzerte. Von den Musikern, die auf The Last Ride zu hören sind, war dabei neben dem Bandkopf nur Bassist Jaron Gulino noch dabei; statt Gabriel Colón sang Andrew Freeman (Last In Line), am Schlagzeug saß statt Jimmy D'Anda Brian Tichy (Whitesnake, Foreigner). Beide spielten bereits in der Vergangenheit bei Lynch Mob.

Bei einzelnen Konzerten will es Lynch indes nicht belassen. So arbeitet er bereits konkret an Songs für ein potenzielles zehntes Studiowerk. »Einen Song habe ich bereits so gut wie fertig. Ein weiterer steht in seinen Grundzügen, braucht aber noch Arbeit. Ich bin also noch nicht sonderlich weit fortgeschritten. Sobald ich aber in Schwung komme, wird es schneller gehen. Ich will es aber etwas ruhiger angehen lassen als in den letzten Jahren. Ich will mich wirklich darauf fokussieren, dass jeder Song großartig wird und es keine Füller-Nummern gibt.« 

Hinsichtlich der musikalischen Ausrichtung ließ er durchblicken, das ihm eine eher härtere Grundausrichtung vorschwebt. Weitere Details behielt er indes noch für sich — auch, ob es die jüngste Live-Inkarnation von Lynch Mob sein wird, die letztendlich die Songs einspielen wird.

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