Die Ursprünge von Slash’s Blues Ball — jener Truppe, die Slash auf seiner neuen Live-Platte begleitet — gehen auf die Neunziger zurück und liegen noch vor seinen Jahren mit Snakepit. In einer Tourpause der Gunners hat Slash zuletzt einige seiner alten Kumpane aufgesucht, um mit ihnen sein jüngstes Cover-Album Orgy Of The Damned einzuspielen. Beim S.E.R.P.E.N.T. Festival in Colorado 2024 traten die Musiker gemeinsam auf, um den Größen des Blues und frühen Rock’n’Roll Tribut zu zollen. Der Mitschnitt ist entweder als Vinyl oder CD erhältlich, letztere in Kombination mit einem empfehlenswerten Konzertfilm, der mit Einleitungs- und Zwischenworten von Slash gespickt ist. »Es war, als würde sich das Tor zum Himmel öffnen«, erinnert sich der legendäre Gitarrist an jenen Moment zurück, als er sein erstes Blues-Lick spielte. Und diese Liebe zu den Wurzeln ist bis heute ungebrochen, das hört und spürt man in jedem Ton dieses wirklich coolen und ehrlichen Mitschnitts. Selbiger besteht aus 14 leidenschaftlich interpretierten Covern und Klassikern. Lediglich ›Metal Chestnut‹ ist ein selbst komponiertes Instrumental, besser gesagt: Slash-Solo. Und nichts gegen die einwandfreie Gesangsperformance von Rhythmusgitarrist Tash Neal, aber am besten kommen jene Stücke, die Organist Teddy „ZigZag“ Andreadis singt (›The Pusher‹, ›Born Under A Bad Sign‹) — kratzig und scheppernd wie eine rostige Blechdose mit ganz viel Blues-Seele.
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