Die Geschichte von Def Leppard beginnt in den ausgehenden siebziger Jahren in der englischen Stahlmetropole Sheffield. Sechs Jahre später spielen sie die zweiterfolgreichste Tour des Jahres in den USA — nach Michael Jackson. Der steile Aufstieg der Formation, die der Ursuppe der NWOBHM entsprang, ist ebenso Teil des Inhalts von Long Live Def Leppard wie die großen Schicksalsschläge, die die Band ereilen sollte: Der folgenschwere Autounfall von Schlagzeuger Rick Allen 1985 etwa oder der Tod von Gitarrist Steve Clark 1991.
Realisiert wurde der Streifen von Regisseur Jeff Feuerzeig, der in der Vergangenheit unter anderem bereits eine Dokumentation über den Musiker und Künstler Daniel Johnston drehte (The Devil And Daniel Johnston, 2019). »Nachdem ich im Sommer 1981 im Magazin Creem über Def Leppard gelesen hatte, sah ich sie das erste Mal als Vorband auf der Blizzard Of Ozz-Tour von Ozzy Osbourne«, erinnert sich der Filmemacher an den Moment, in dem er zum Fan wurde.
»Diese Jungs aus der Arbeiterschicht Sheffields haben weit über ihren Verhältnissen gespielt und alles gegeben. Ich wurde ein Fan fürs Leben. Es war eine Ehre, mit ihnen zu arbeiten und ihre herzerwärmende, einzigartige und oft humorvolle Underdog-Geschichte auf den Bildschirm zu bringen.«
Neben Archivmaterial wird der Streifen auch neue Interviews mit den fünf Bandmitgliedern Joe Elliott (Gesang), Phil Collen, Vivian Campbell (beide Gitarre), Rick Savage (Bass) und Rick Allen (Schlagzeug) enthalten. Seine Premiere soll der Film Anfang 2027 feiern. Zumindest in Nordamerika: Hier hat die Firma Crosswalk die Vertriebsrechte gekauft. Ob und in welcher Form Long Live Def Leppard in Europa zu sehen sein wird, ist aktuell noch nicht bekannt.
Eine ausführliche Titelgeschichte über Def Leppard gibt es in ►ROCKS Nr. 55 (06/2016) (auch ►digital erhältlich!)








