Neal Morse Band
The Great Adventure
Radiant
8
Auf zum nächsten Höhepunkt!

The Similitude Of A Dream hatte so viel Esprit, Melodie und Leidenschaft, dass sie getrost zur stärksten Morse-Veröffentlichung seit seinem Ausstieg bei Spock’s Beard erklärt werden durfte. Bei all den liebgewonnenen Reverenzen an die alte Prog-Garde und ihre Ehrenmitglieder Genesis, Gentle Giant, Kansas und Yes war es ein zuweilen verblüffend energisches Epos, das in den härteren Momenten einen Weg beschreitet, auf dem man schon vor etlichen Jahren Mike Portnoys einstige Stammband Dream Theater gerne hätte wandeln sehen. Wie man nach einem solchen Über-Album überhaupt noch an ein weiteres denken kann, ohne vor Angst ob dieser Aufgabe nächtelang ins Kopfkissen zu weinen, ist Morses großes Geheimnis. The Great Adventure ist dann auch nicht ganz so überwältigend geraten wie das Überwerk von 2017. Ein grandios aufgezogenes Stück Morse-Prog ist es aber dennoch, das The Similitude Of A Dream ziemlich leidenschaftlich fortführt. ›Beyond The Borders‹ ist einer der unerwarteteren Momente dieser Platte, das mit seiner Kirchenorgel und drückendem Yes- und Fish-Marillion-Pathos immer weiter verdichtet — ehe alles hineinfließt in das Orchester-Meer des Instrumentals ›Overture 2‹. Das hebt mit Wonnechören in eigene Sphären ab und wird eine wunderbar strukturierte Abfahrt toller Melodien und famoser Instrumentalpassagen, die in schönster Jam-Band-Manier die Extreme wechselt. ›Long Ago‹ ist schwelgerischer Transatlantic-Flausch, ›Vanity Fair‹ dagegen fast schon eine verkappte Nummer von Supertramp.
 

ROCKS präsentiert

Jetboy
Born To Fly
Thunder
Please Remain Seated
Alice Cooper
Trash
Steve Hackett
At The Edge Of Light
David Crosby
Here If You Listen
Jimi Hendrix
Electric Ladyland (Deluxe Edition)
Dilemma
Random Acts Of Liberation
Queen
Bohemian Rhapsody (The Original Soundtrack)
Birth Control
Jungle Life/Getting There
Metal Church
Damned If You Do
Billy F. Gibbons
The Big Bad Blues
Riverside
Wasteland