Kreator
Gods Of Violence
Nuclear Blast
5
Wohldosierte Abwechslung

Vor Jahren schon haben es sich Kreator auf dem Thron des deutschen Thrash bequem gemacht. Auch auf internationaler Ebene mischen die Altenessener mittlerweile in der Führungsriege mit und haben mit ihrem extremem Heavy Metal kaum noch ernstzunehmende Konkurrenz im Nacken. Auch auf Gods Of Violence zeigen sich Kreator experimentierfreudig, ohne dabei zu überreizen. So bietet die Scheibe mehr als die gewohnten Thrash-Attacken von ›Totalitarian Terror‹ oder ›World War Now‹, bei denen filigrane Melodien noch mit brachialer Gewalt übertüncht werden. Wenn sich bei ›Hail To The Hordes‹ tatsächlich Parallelen zu Blind Guardian auftun oder der Titeltrack mit einem aus ›Fade To Black‹ (Metallica) und ›Crystal Ann‹ (Annihilator) zusammengebauten Akustikintro eingeläutet wird, wirkt das Resultat im Kreator-Kosmos verblüffend stimmig. Selbst eine Sisters Of Mercy-Verneigung wie ›Death Becomes My Light‹ oder die Zusammenarbeit mit dem eidgenössischen Schnulzen-Sänger Dagobert, der bei ›Fallen Brother‹ deutschsprachige Zeilen rezitiert, werden bei der Anhängerschaft keinen Aufschrei provozieren — dafür hat Frontmann Mille Petrozza viel zu gut erkannt, wie viel Abwechslung und musikalische Bewegung er seinem Publikum zumuten kann: Gods Of Violence stieg unlängst auf den ersten Platz der deutschen Album-Charts,

 

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