Johnny „Guitar“ Watson
At Onkel Pö’s Carnegie Hall
Delta Music
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Grooven, was das Zeug hält

Seine Aufnahmen der späten Fünfziger ließen auf eine glorreiche Zukunft als Gitarrist, Pianist und Blues-Showman hoffen. Dann hatte Johnny „Guitar“ Watson ein gutes Jahrzehnt mit dem musikalischen Überleben zu kämpfen, ehe er sich in den Siebzigern als schillernder Funk-, Soul- und Blues-Akteur neu erfand, der 1975 auf Frank Zappas Album One Size Fits All mitspielen durfte und mit den eigenen Scheiben Ain’t That A Bitch (1976) und Real Mother For Ya (1977) große Erfolge feierte — kommerziell wie künstlerisch. Aus dieser Zeit stammt dieser Konzertmitschnitt des NDR, der im Dezember 1976 in dem knapp 300 Leute fassenden Club Onkel Pö’s Carnegie Hall in Hamburg entstand: Watson und seine sechs Mitmusiker grooven und tänzeln, was das Zeug hält — der Hit ›Superman Lover‹ ist ebenso vertreten wie eine elfminütige Jam-Fassung von ›Stormy Monday‹, in der die Bläsergruppe genauso starke Akzente zu setzen versteht wie der Meister an der Blues-Gitarre.

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