Birth Control
Jungle Life/Getting There
MIG
7
Sträflich übersehene Perlen

Birth Control haben den Geist des klassischen, orgellastigen Hardrock, mit dem sie in den siebziger Jahren bekannt wurden, durch all ihre Schaffensphasen herübergerettet — selbst wenn sie immer wieder zu stilistischen Experimenten, wenn auch nur im Detail, bereit waren. Die beiden fast vergessenen Alben von 1996 und 1998 zeigen sie wieder sehr nah an ihren Wurzeln. Nach ihrer Reunion 1993 waren Birth Control nicht gerade die angesagteste Band, so erschienen diese Platten ursprünglich auf kleinen Nischen-Labels. Für Bassist Horst Stachelhaus waren die Scheiben die letzten Birth Control-Produktionen, er starb 1999. Die Songs schrieb in dieser Phase — mit bemerkenswertem Gefühl für den „Spirit“ der Band — Keyboarder Xaver Fischer (damals gerade Mitte 20) der auch produzierte.
Beiden Einspielungen fehlt allerdings ein bisschen das Feuer der frühen Jahre. Manches bewegt sich etwas schwerfällig in Richtung der ewigen Konkurrenz Jane, die schnelleren Rocker wirken eher hausbacken. Allerdings hat das alles die hörbare Aura und Ausstrahlung von Überzeugungstätern. Was deutlich unterstrichen wird durch die hörenswerten Bonustracks, die bei den jeweiligen Tourneen zu den Alben aufgenommen wurden: Sie dokumentieren, dass die Band das damals neue Material voll Selbstvertrauen unter die Menschen brachte. Das nicht allzu informative Booklet bietet immerhin einige charmante Memorabilia.

 

ROCKS präsentiert

Jetboy
Born To Fly
Thunder
Please Remain Seated
Neal Morse Band
The Great Adventure
Alice Cooper
Trash
Steve Hackett
At The Edge Of Light
David Crosby
Here If You Listen
Jimi Hendrix
Electric Ladyland (Deluxe Edition)
Dilemma
Random Acts Of Liberation
Queen
Bohemian Rhapsody (The Original Soundtrack)
Metal Church
Damned If You Do
Billy F. Gibbons
The Big Bad Blues
Riverside
Wasteland