'77
Bright Gloom
Century Media
2
Ohne Riffs geht's auch nicht

Vier Alben lang waren ’77 mit großem Enthusiasmus bei der Sache, die Sounds und die Boogie-Rock-Ideen von AC/DC zu eigenen Songs umzumodeln. Bereits Nothing’s Gonna Stop Us war dahingehend eine Überraschung, dass die rastlosen Spanier nicht mehr alles kategorisch ausgeblendet hatten, was in der Welt der Musik nach 1977 und Let There Be Rock geschehen ist: Anklänge an Thin Lizzy, frühe Status Quo und The Angels hatten ihre Musik erheblich aufgewertet. Übriggeblieben ist von diesem Inspirationsschub nichts. Lieferte gerade der hohe Riff-Rock-Faktor ihrer Musik vielen Grund zur Kritik, wird man den Spaniern Bright Gloom nun mit ziemlicher Sicherheit deshalb um die Ohren schlagen, weil gerade dieses Element verschwunden ist. Nicht komplett (›Where Have They Gone‹ klingt wie eine verdrogte Mischung aus den Angels und Tom Pettys Heartbreakers). Aber fast. Es wird gerumpelt (offenbar haben ’77 zwischenzeitlich auch mal Black Sabbath angehört), es wird genölt, es wird geschwitzt — das alles aber ohne Riffs und ohne Songs. Furchtbar.

ROCKS präsentiert

Billy F. Gibbons
The Big Bad Blues
Riverside
Wasteland
Kadavar
Live In Copenhagen
Wolvespirit
Fire And Ice
The Quireboys
Homewreckers & Heartbreakers (10th Anniversary Edition)
Saga
So Good So Far — Live At Rock Of Ages
Treat
Tunguska
The Band
Music From Big Pink — 50th Anniversary Edition
Ann Wilson
Immortal
Y&T
Earthshaker/Black Tiger/Mean Streak
Blackfield
Open Mind: The Best of Blackfield
The Magpie Salute
High Water I