The Rolling Stones
Kein Ton für Trump

Nachdem US-Präsident Donald Trump wiederholt Musik der Rolling Stones zur Untermalung seiner Wahlkampf-Auftritte nutzt, drohen die britischen Rock-Legenden nun mit einem Gerichtsverfahren. »Es könnte das letzte Mal sein, dass Präsident Donald Trump Songs der Rolling Stones nutzt«, heißt es in einer Mitteilung hinsichtlich des Wahlkampfauftrittes vom 20. Juni in Tulsa, Oklahoma, bei dem ›You Can‘t Always Get What You Want‹ gespielt worden sein soll.
 
Bereits vor vier Jahren erwirkten die Stones eine einstweilige Verfügung gegen den damaligen Präsidentschaftskandidaten, nachdem dieser wiederholt Musik der Band für seine Auftritte verwendete: Gegen diese Verfügung soll mehrfach verstoßen worden sein, wogegen die Anwälte der Stones nun gemeinsam mit dem amerikanischen GEMA-Äquivalent BMI vorgehen wollen.
 
»Die BMI hat das Trump-Wahlkampfteam im Namen der Stones darauf aufmerksam gemacht, dass die Nutzung ihrer Musik einen Bruch des Lizenz-Vertrages darstellt«, so ein Vertreter der Band. »Wenn Donald Trump diesen Ausschluss weiterhin missachtet, wird er mit einem Verfahren wegen der Nutzung von nicht-lizensierter Musik rechnen müssen.«
 
Neben den Stones sind auch Bruce Springsteen, Aerosmith, Neil Young, R.E.M. und kürzlich auch die hinterbliebene Familie des 2017 verstorbenen von Tom Petty (›I Won't Back Down‹) gegen die Zweckentfremdung ihrer Musik bei Wahlkampf-Auftritten des Republikaners vorgegangen.