Psychotic Waltz
Devils And Angels

Nach 23 Jahren gibt es wieder neue Musik von den Progressive Metallern Psychotic Waltz. The God-Shaped Void erscheint im Februar, den ersten Album-Vorboten gibt's hier.

Aus dem Szene-Untergrund herausgeschafft haben es Psychotic Waltz nie. Und doch werden die kalifornischen Progressive-Metal-Unikate heute fanatischer verehrt denn je: Seit sie 2010 nach einer 13-jährigen Trennungsphase wieder zusammenfanden, ist der um Sänger Devon Graves und das aus Dan Rock sowie dem querschnittsgelähmten Brian McAlpine bestehende Gitarren-Doppel herumflirrende Fünfer immer wieder zu kürzeren Konzertabstechern in Europa unterwegs und erneuert in schöner Regelmäßigkeit das Versprechen, noch vor 2020 ein neues Studio-Werk präsentieren zu wollen.

Zwar werden Psychotic Waltz auch diese Deadline reißen — das wohl aber nur knapp: Die Band hat einen Plattenvertrag mit dem Prog-Label InsideOut unterzeichnet, das ihr fünftes Album The God-Shaped Void Anfang am 14. Februar veröffentlichen wird. In die Produktion eingebunden sind Engineer Ulrich Wild und Master-Spezialist Jens Bogren (Opeth, Fates Warning, Haken).

Es wird die erste Scheibe mit neuer Musik der psychedelischen Hippie-Prog-Metal-Formation seit Bleeding (1996), die bereits in den späten Achtzigern Fates Warning, Jethro Tull, Jimi Hendrix, Led Zeppelin und die Doors zu geheimnisvollen Klangreisen verdichteten — hypnotisierende Melodien, vertrackte Breaks, waghalsige Gitarrenläufe, exotische Querflöten und wuchtige Grooves inklusive.

»Vier von uns leben in Kalifornien, aber unser Sänger Devon wohnt in Österreich. Das hat zur Folge, dass das Schreiben neuer Songs etwas länger dauert als in den Neunzigern, wo wir alle in Kalifornien gelebt haben«, erklärte Bassist Ward Evans vor zwei Jahren die schleppende Entstehung. »Wir haben daher unsere Europa-Shows genutzt, um zusammen an weiteren Ideen zu arbeiten.«

Ebenfalls angekündigt hat die Band Neuauflagen ihrer bisherigen Alben A Social Grace (1990), Into The Everflow (1992), Mosquito (1994) und Bleeding (1996). Ob und wie sie sich inhaltlich von früheren Neueditionen unterscheiden werden, ist derzeit noch nicht zu erfahren.