Martin Birch
Produzenten-Ikone verstorben

Deep Purple. Rainbow. Black Sabbath. Whitesnake. Iron Maiden. Die Liste der Bands, die Martin Birch über ganz entscheidende Karrierephasen hinweg als Partner und Produzent begleitete, liest sich wie ein Querschnitt durch die Helden-Geschichte des Heavy-Rock. Am Morgen des 9. August ist der große und stets öffentlichkeitsscheue Engländer gestorben. Martin Birch wurde 71 Jahren alt.

»Schweren Herzens muss ich den Tod meines guten Freundes Martin Birch verkünden«, bestätigte Whitesnake-Sänger David Coverdale. »Er war ein großer Teil meines Lebens und hat mich von Anfang meiner Karriere an unterstützt. Er war unglaublich talentiert.«

Birch begann seine Karriere 1969 als Tontechniker für das Fleetwood Mac-Album Then Play On. Noch im gleichen Jahr ist er an den Aufnahmen von Deep Purples Concerto For Group And Orchestra beteiligt, auch an den ersten Platten von Wishbone Ash arbeitet er als Engineer.

Er selbst sah sich nie als brillanten Techniker, entwickelte aber schnell eine große Leidenschaft für die ihm anvertrauten Gruppen — und ein untrügliches Gespür für ihren speziellen Klang.

Deep Purple betreute er weiter bis zu ihrem 1975 erschienenen Studioalbum Come Taste The Band. Er produzierte die ersten vier Rainbow-Klassiker mit Ronnie James Dio sowie die ersten neun LPs von Whitesnake. Dazu die Black Sabbath-Bollwerke Heaven And Hell und Mob Rules sowie Blue Öyster Cults Fire Of Unknown Origin und Cultösaurus Erectus.

Unsterblich wurde Birch auch durch seine langjährige Zusammenarbeit mit Iron Maiden, die von 1981 (Killers) bis 1992 (Fear Of The Dark) andauert. Danach zog er sich aus dem Musikgeschäft und auch aus der Öffentlichkeit zurück.