Charlie Daniels
Südstaaten-Legende verstorben

Charlie Daniels ist tot. Der einflussreiche Country- und Southern-Rock-Musiker starb am 6. Juli an einem Schlaganfall. Er wurde 83 Jahre alt.

Geboren wurde Charles Edward Daniels am 28. Oktober 1936 in Wilmington im US-Bundesstaat North Carolina. Die Sechziger hindurch machte er sich vor allem einen Namen als Studiomusiker, als der er unter anderem als Bassist auf mehreren Platten von Bob Dylan (Nashville Skyline), Leonard Cohen und Ringo Starr zu hören war.

Bereits 1964 schrieb er zusammen mit dem Produzent Bob Johnson den Song ›It Hurts Me‹, der durch Elvis Presley bekannt wurde.

Bevor 1974 die erste LP seiner Charlie Daniels Band erschien, spielte der Sänger, Gitarrist und Geiger ab 1970 vier Soloalben ein. Auch auf mehreren Scheiben der Marshall Tucker Band als Gastmusiker zu hören.

Sein größter Hit war die 1979 veröffentlichte Single ›The Devil Went Down To Georgia‹, für die er mit einen Grammy ausgezeichnet wurde. Im Laufe seiner fünf Jahrzehnte andauernden Karriere, die über 30 Studioalben hervorbrachte,  arbeitete er zudem mit Johnny Cash, Hank Williams Jr., Travis Tritt und Dolly Parton zusammen.

Abseits der Musik tat sich Charlie Daniels vor durch seine rechts-konservative politische Überzeugung hervor. So unterstützte er Jimmy Carter in seinem Präsidentschaftswahlkampf und spielte 1977 bei dessen Vereidigung; ebenso bekundete er wiederholt große Sympathien für George W. Bush wie zuletzt auch Donald Trump.

Das letzte Album der charakterstarken Südstaaten-Legende erschien 2017: Memories, Memoirs And Miles — Songs Of A Lifetime ist das Begleitwerk seiner Autobiografie Never Look At The Empty Seats.