Brian Howe
1953—2020

Brian Howe ist tot. Der Sänger kämpfte bereits seit Jahren mit Herzproblemen — am 6. Mai erlag er in seinem Haus in Florida einem Herz-Kreislauf-Stillstand. Er wurde 66 Jahre alt. Bekannt wurde Howe vor allem als Nachfolger von Paul Rodgers bei Bad Company: Mit ihm entstanden einige der gehaltvollsten Mainstream-Rock-Alben der Achtziger.

Als Paul Rodgers 1982 seinen Ausstieg aus Bad Company erklärt, sind die wenigsten überrascht von dem sofortigen Auseinanderbrechen der Siebziger-Supergroup. Seinen Bandkollegen kommt der Schritt nicht ungelegen: Auch Schlagzeuger Simon Kirke, der mit Rodgers schon gemeinsam bei Free spielte, Gitarrist Mick Ralphs (Mott The Hoople) und Bassist Boz Burrell (King Crimson) sehnen sich nach Abstand.

Der Musikwelt erhalten bleiben sie alle: Während Rodgers zunächst eine Solo-LP (Cut Loose, 1983) aufnimmt und dann mit Jimmy Page, Bassist Tony Franklin und Drummer Chris Slade eine zwei Alben andauernde Star-Allianz unter dem Namen The Firm eingeht, steigt Kirke bei den britischen Hardrockern und FM-Vorläufern Wildlife ein, deren einzige Platte als letzte Veröffentlichung des Zeppelin-Labels Swan Song erscheint. Und Boz Burrell tingelt mit Roger Chapman durch die Weltgeschichte.

Mick Ralphs tut es ihm mit David Gilmour gleich, ehe er 1985 eine Solo-LP einspielt, auf der sich auch Simon Kirke als Schlagzeuger verewigt. Beide finden Gefallen an dem Gedanken an eine neue Band. Dass diese schon sehr bald wieder Bad Company heißen würde, ahnen sie zu diesem Zeitpunkt genauso wenig wie Brian Howe, den sie auf Empfehlung von Foreigner-Chef Mick Jones frisch von Ted Nugent (Penetrator, 1984) abgeworben hatten.

»Als ich in die Band gekommen bin, stand dieser Name überhaupt nicht zur Debatte«, erinnerte sich der 1953 im englischen Portsmouth geborene Sänger im Interview mit ROCKS. »Es sollte eine ganz neue Formation werden, mit gleichberechtigten Partnern. Erst als unsere erste Platte fertig war, kamen Ahmet Ertegun und Doug Morris von Atlantic Records mit dieser völlig vermessenen Idee daher und boten uns uns dafür eine ordentliche Stange Geld: Achthunderttausend Dollar! Eine Band mit dem Namen Bad Company mussten sie eben nicht komplett neu aufbauen. Man liest immer wieder, ich hätte mich vehement für diesen Namen eingesetzt. Aber das stimmt so nicht. Natürlich wollte ich erfolgreich sein. Das wollten wir alle. Wie sich ein junger Sänger fühlt, der von jetzt auf gleich in die Fußstapfen von Paul Rodgers treten soll, kann sich wohl jeder vorstellen. Zumal unser Sound eben auch nur sehr bedingt etwas mit Alben wie Bad Company oder Straight Shooter zu tun hatte und viel zeitgemäßer und melodischer war. Ich hatte sehr große Bedenken bei der Sache.«

Gregg Dechert (Keyboards) und Steve Price (Bass) komplettieren die Studio-Mannschaft der neuen Gruppe — anders als Burrell, der an der Scheibe in keiner Weise beteiligt ist, werden sie auf dem Cover des im Oktober 1986 erscheinenden Fame And Fortune allerdings nicht namentlich genannt. Dem Album, das mit Produzent Keith Olsen entstand, ist die Aufsicht von Mick Jones deutlich anzuhören. Zwar wirkt der Einstand noch etwas starr. Doch im Grunde gilt bereits für diese LP dasselbe wie für die drei folgenden, weitaus gehaltvolleren Platten: Mit Brian Howe als Sänger entstehen die mit Abstand stärksten Alben, die Foreigner mit Lou Gramm in den Achtzigern nie veröffentlichten.

Nachdem die meisten Kompositionen auf Fame And Fortune als Kooperation von Howe und Mick Ralphs entstanden waren, verlangt der Sänger nun, einen patenten Songwriting-Partner an die Seite gestellt zu bekommen.

»Auf einem Spaziergang habe ich unserem Manager Bud Prager die dringende Notwendigkeit klargemacht. Fame And Fortune kam rundum nicht gut an bei den Leuten — ohne bessere Songs würde unser zweites Album ganz sicher genauso untergehen. Bud hat mich dann mit Terry Thomas zusammengebracht, der schon mit Tommy Shaw von Styx gearbeitet hatte. Unser erstes gemeinsames Stück war ›Dirty Boy‹. Da war klar, dass wir als Team super funktionieren würden.«
 
Eigentlich hatten die beiden lediglich eine Handvoll Lieder angepeilt. Tatsächlich stellen sie Mick Ralphs und Simon Kirke jedoch ein stattliches Dutzend gemeinsamer Songs vor und sind gespannt, was die Kollegen ihrerseits für ihr zweites Album anzubieten haben. »Zu meiner Überraschung hatten sie absolut gar nichts!«, wunderte sich Howe. »Mick hat das nicht davon abgehalten, sich kräftig darüber zu echauffieren, dass wir viel zu viel komponiert hätten. Er bestand darauf, dass auch seine Songs auf die neue Platte kommen. Damit hatte ich prinzipiell kein Problem, nur gab es ja keine. Er hat damit auf spätere Tantiemen aus den Verlagsrechten abgezielt, die Songwriter bekommen. Auch das ist legitim. Aber was sollten wir denn tun, wenn er nichts schreibt?«

Die Beiträge, die der Gitarrist schließlich doch noch liefert, bauen eine recht stabile Brücke in die Siebziger: Der markige Shuffle ›Dangerous Age‹ etwa klingt mit Ralphs markanten Gitarrensalven wie ein Hybrid aus den klassischen Bad Company und den Foreigner der Achtziger. Noch hochkarätiger gelingt dies im famosen ›Love Attack‹, dem Ralphs mit einem markanten Eingangsriff und überhaupt sehr typischer Gitarrenarbeit seinen Stempel aufdrückt, während Howes Gesangsmelodien pausenlos zwischen Paul Rodgers und dem energetischen Lou Gramm oszillieren.

Dass Terry Thomas das im August 1988 erscheinende Dangerous Age auch produziert, hat pragmatische Gründe, erzählt er später. »Nachdem Fame And Fortune so krachend gefloppt war, hatten Atlantic mit Bad Company eigentlich schon abgeschlossen. Es ging ihnen bei Dangerous Age darum, irgendwie den Vertrag zu erfüllen und zumindest einen Teil der versenkten Gelder durch deutlich zurückgefahrenen Aufwand wieder zurückzubekommen. Da ich mich mit Brian schon beim Songwriting gut verstanden hatte, sollte ich schließlich als Produzent ran. Ist ja auch nicht schlecht geworden, die Platte.«

Tatsächlich bringt Dangerous Age die Band wieder nach vorne: Über eine halbe Million verkaufter Exemplare reichen in den USA für Platz 58 in den LP-Charts — nicht zuletzt dank der zwischen Hard- und feinstem Mainstream-Rock changierenden Auskopplung ›Shake It Up‹, die in der Single-Hitparade immerhin bis auf Rang 82 klettert.
 
»Mit Dangerous Age haben wir einen großen Schritt in die richtige Richtung getan«, rekapituliert Howe. »Ich hatte Blut geleckt und den Entschluss gefasst, diese Band wieder dorthin zu bringen, wo sie hingehörte. Ich wollte mit ihr einen Haufen Platten verkaufen und durch die großen Arenen touren. Allerdings kann ich bis heute nicht sicher sagen, ob die anderen meine Leidenschaft geteilt haben. Ich war noch relativ frisch im Geschäft und eher unerfahren, im Gegensatz zu Mick, der das Ganze schon zweimal durchgezogen hatte, zuerst mit Mott The Hoople und dann mit Bad Company. Er hatte den ganz großen Erfolg schon erlebt. Das macht es einem womöglich schwer, sich noch einmal mit aller Kraft dazu anzutreiben. Für mich war das alles neu und total aufregend.«
 
Howes Enthusiasmus und flammender Ehrgeiz jedoch reißt Gräben auf — und sorgt für schlechte Stimmung. »Wenn sich Mick und Simon heute überhaupt zu dieser Zeit äußern, dann immer nur dahingehend, dass ich die Bad Company übernehmen und anführen wollte und wie unmöglich ich mich benommen hätte. Ich habe mich lediglich richtig reingekniet. Wir mussten diese Band komplett neu aufbauen, uns richtig abstrampeln. Und was kam von den anderen? Sie wollten einfach nur ein bisschen im Studio abhängen und so tun, als wäre noch immer 1974.«

Zu Beginn des Jahres 1990 unternehmen die Veteranen Ralphs und Kirke den Versuch, ihren unbequem gewordenen Sänger durch Steve Walsh von Kansas zu ersetzen. Allerdings ist Howe da schon selbst kurz davor, entnervt das Handtuch zu werfen. »Ich hatte die Schnauze gestrichen voll, und ich wusste, dass sie mich bei der nächstbesten Gelegenheit rausschmeißen wollten. Deshalb hatte ich mich entschieden, ein Soloalbum aufzunehmen. Die Songs dafür hatte ich mit Terry Thomas schon geschrieben, die Demos waren fertig — und Atlantic fanden sie gut. Derek Shulman, der damalige A&R-Manager, hat mir dann ins Gewissen geredet und klargemacht, dass sich ein Brian Howe-Soloalbum nicht wirklich verkaufen würde. Er meinte, dass der Erfolg praktisch garantiert wäre, wenn wir diese Songs mit Bad Company aufnehmen würden. Er hat zugesagt, der Platte den nötigen Schub zu geben — und weil er wusste, wie schlecht die Stimmung bei uns war, hat er mir versprochen, dass ich im schlimmsten Fall gut versorgt sein würde.«
 
Howe legt seine Soloambitionen vorerst ad acta. Holy Water erscheint im Juni 1990 — und wird tatsächlich der Erfolg, den ihre Plattenfirma vorhergesagt hatte. Die Power-Ballade ›If You Needed Somebody‹ schafft es als Single in der Hitparade auf Rang 16 und die LP in die Top 30 der Albumcharts: Aus Bad Company wird wieder einen Platin-Act.

Wie zuvor auf Dangerous Age stammt auch dieses Mal der Löwenanteil der aufgenommenen Stücke von Howe und Thomas, die Holy Water noch ein Stückchen härter, gitarrenorientierter und chorverliebter aufziehen. Der Titelsong hat ordentlich Wucht und im Refrain Melodie, ›Walk Through Fire‹ wird zu einem astreinen Sommer-Song des aufwendig produzierten Mainstream-Rock. Ebenso das überragende ›Fearless‹, eine energiegeladene Genre-Perle, nach der sich auch Richard Marx, Foreigner oder Lou Gramm für seine Solo-Scheiben Ready Or Not (1987) und Long Hard Look (1989) die Finger geleckt hätten.

Howe wächst als Sänger über sich hinaus — und ist sich nicht zu schade, trotz aller Rivalität die Beiträge der anderen mit Herzblut umzusetzen: Das schleppende ›Stranger, Stranger‹ etwa, in das sich Simon Kirke mit einklinkte, wird so zu einem weiteren Glanzpunkt der Platte, ›Lay Your Love On Me‹ sorgt als relaxtes, markantes Ralphs-Stück für eine gewisse Erdung. So auch das in der Strophe mit ›Rock’n’Roll Fantasy‹ kokettierende ›Never Too Late‹, eines von drei weiteren Liedern, die der Gitarrist mit Terry Thomas verfasste.

Besser wird die Stimmung durch den einsetzenden Erfolg allerdings nicht. Ganze Tournee-Abschnitte müssen Bad Company ohne ihren namhaften Gitarristen hinter sich bringen. Offiziell lässt sich Ralphs aus familiären Gründen entschuldigen. Doch Howe meint den wahren Grund verraten zu können: »Mick hat das Touren gehasst und auch das Fliegen. Also hat er sich einfach geweigert mitzukommen und gehofft, dass die Shows abgesagt werden. Atlantic haben sich das natürlich nicht gefallen lassen.«

Mit Geoff Whitehorn als temporärem Ersatz, der in den Siebzigern bei den britischen Jazzrockern If und bei Crawler spielte, ziehen Bad Company ihre Konzertreise durch, die zu großen Teilen im Doppelpack mit den Damn Yankees stattfindet, was in Nordamerika für ausverkaufte Arenen sorgt. »Ich liebe Geoff. Er ist ein toller Gitarrist, und er hat uns live nochmal einen Extraschub gegeben. Mick hat das genau beobachtet. Und als klar wurde, dass die Shows entgegen seiner Bemühungen trotzdem stattfinden, kam er für einige Auftritte doch noch zurück.«
 
Als wenig später die Arbeit an einer weiteren Platte konkret wird, steht die Band so unmittelbar vor dem Bruch wie noch nie. Einfach ziehen lassen möchte die Plattenfirma Bad Company aber nicht. Denn dafür laufen die Geschäfte gerade zu gut.
 
»Die Situation hatte auch ihr Gutes«, schmunzelt Howe. »Im Studio habe ich die anderen fast nie zu Gesicht bekommen. Simon kam nur ab und zu mal rein und erledigte, was er eben zu tun hatte. Was gerade genau alles vor sich ging, hat ihn nicht interessiert. Und Mick, nun ja, der war einfach nie da. Er ist zu den Sessions einfach nicht aufgetaucht. Ernsthaft: Ich habe ihn kein einziges Mal gesehen.«
 
Schon für ihre letzte Tournee hatte die Band Dave „Bucket“ Colwell als zweiten Gitarristen angeheuert. Als das vierte Album entsteht, wird er kurzerhand zum vollwertigen Mitglied. »Weil von Mick immer weniger kam, mussten wir etwas unternehmen«, erzählte Howe. »So stieß Bucket fest zu uns. Nicht wenig von der Gitarrenarbeit auf Here Comes Trouble hat allerdings Terry erledigt. Das war auch schon bei Holy Water so.«
 
Auf Here Comes Trouble führen Bad Company den mit Holy Water eingeschlagenen Weg konsequent fort. Insgesamt inszenieren sie ihre Form des zeitgemäßen Mainstream-Rock trotz allen Schliffs darauf wieder etwas erdiger — wenngleich von der besonderen Spannung des Vorgängers, der von der Rivalität der Musiker untereinander zehren und profitieren konnte, wenig geblieben ist. Das Album erscheint im September 1992, knackt die amerikanischen Top 40 und wird über eine halbe Million Mal gekauft. Anteil daran hat auch die Single-Auskopplung ›How About That‹. Selbst die folgenden Tourneen mit Kollegen wie Lynyrd Skynyrd laufen bestens, bei denen das erste offizielle Live-Album der Band überhaupt mitgeschnitten wird: What You Hear Is What You Get: The Best Of Bad Company Live… erscheint im November 1993.
 
Nach außen hin hält Howe noch eine Weile still und lässt sich nichts von seinem Frust und seinem Ärger anmerken. Erst 1994, kurz nach seinem Ausstieg, erzählt er der Öffentlichkeit von dem problematischen Verhältnis zu Kirke und Ralphs. Bis heute hat sich an seiner Enttäuschung über den Umgang mit ihm und den mit ihm entstandenen Alben nichts geändert. Im Gegenteil.

»Ich wollte Bad Company damals wieder zu einem großen Namen machen und ich war bereit, einfach alles dafür zu tun. Ich habe manche Kröte geschluckt. Bereitwillig. Bis zu einem bestimmten Punkt jedenfalls. Es hat mich eine Menge Arbeit und Kraft gekostet, Holy Water und Here Comes Trouble überhaupt möglich zu machen. Und was kam von Mick und Simon, die aufgrund ihrer Geschichte eigentlich das größte Interesse an einer würdevollen Erscheinung ihrer Band hätten haben sollen? Nichts. Die beiden waren geradezu lethargisch. Trotzdem hatten wir Erfolg. Wir haben Platinalben bekommen, Tourneen waren ausverkauft. Es gab Hit-Singles! Mick und Simon hatten kein Problem damit, das Geld und den Beifall einzustreichen. Dazu beigetragen haben sie aber nichts.«
 
Bad Company arbeiten mit Robert Hart als neuem Sänger weiter, mit dem sie einen guten Schritt zurück in den blueslastigen Hardrock unternehmen: Company Of Strangers gerät 1995 exzellent, Stories Told & Untold, das zur Hälfte aus Neueinspielungen alter Bandklassiker besteht, ein Jahr später immerhin gut. 1998 schließlich kehrt Paul Rodgers für eine Jubiläumstour zurück, längst gehört er wieder fest zur Besetzung von Bad Company.
 
»Ich halte große Stücke auf Paul Rodgers als Sänger. Er ist ohne Frage einer der ganz Großen und hat unzählige Leute beeinflusst. Seine Stimme ist einzigartig. Eins frage ich mich allerdings schon: Wenn er wirklich der einzige Frontmann ist, der bei Bad Company jemals von Bedeutung gewesen sein soll, wie die Band heute gerne allen weismachen möchte: Warum haben sie dann in den vergangenen zehn Jahren nichts Nennenswertes mehr auf die Beine gestellt?«
 
Für den nun 64-jährigen Howe stand außer Frage, dass seinem Wirken in der Gruppe wesentlich mehr Respekt gebührt, als ihm heute zuteil wird. »Was wir damals gemacht haben, war in Sachen Songs und Produktion genau das Richtige für jene Zeit. Fakt ist: Ich habe viel dazu beigetragen, Bad Company aus den Siebzigern herauszuholen und der Band eine gewisse Relevanz zu erhalten.«
 
Heute empfindet es Howe, als wäre seine Zeit mit Bad Company aus den Geschichtsbüchern gestrichen worden. Die 2014 veröffentlichte Dokumentation Bad Company: The Official Authorised 40th Anniversary Documentary etwa erwähnt die Ära Howe mit keinem einzigen Wort, als hätte es sie nie gegeben. »Sie haben darauf bestanden. Und das finde ich sehr traurig. Sie haben beharrlich versucht, sämtliche Spuren, die zu mir führen, zu verwischen. Bin ich verbittert deswegen? Ja, das bin ich, das kann ich nicht verhehlen. Wenn das alles so sinnlos und beschämend gewesen sein soll mit mir, dass sie mich am liebsten aus ihrer Geschichte tilgen würden, dann sollten sie auch alle Tantiemen zurückgeben, die sie in dieser Zeit und durch mein Zutun verdient haben. Das wäre doch nur folgerichtig, oder?«
 
Doch all das hielt Brian Howe nicht davon ab, weiter Musik zu schrieben und zu spielen. Drei Solo-Alben hat der Sänger veröffentlicht: Tangled In Blue (1997), Touch (2003) und Circus Bar (2010); 1997 komponierte er zusammen mit Megadeth den Song ›I'll Get Even‹.
 
»Ich liebe es zu singen und ich liebe es, Songs zu schreiben und sie aufzunehmen. Das begeistert mich immer noch. Für mich ging es immer nur um die Musik. Auch bei Bad Company. Es wäre mir eine Freude, wenn sich die Leute diese vier Alben nochmal anhören und erkennen würden, dass wir in den acht gemeinsamen Jahren wirklich gutes Zeug aufgenommen haben. Diese Platten haben Bad Company damals neues Leben eingehaucht. Es war die letzte kreative, ereignisreiche Ära dieser Band. Fühle ich mich unterbewertet oder übersehen? Natürlich. Aber ich weiß, was ich kann — und was ich zu Bad Company beigetragen habe.«