Bob Kulick
Produzenten-Veteran und Gitarrist verstorben

Den Platz im Rampenlich hat er meist gemieden. Bereits am 28. Mai ist der ältere Bruder des früheren Kiss-Gitarristen Bruce Kulick im Alter von 70 Jahren verstorben.

1972 spielt der am 16. Januar 1950 in Brooklyn, New York geborene Bob Kulick bei einer noch unbekannten neuen Band vor — doch deren Mitglieder gaben dem glamouröseren Ace Frehley den Vorzug. Unter dem namen Kiss starteten sie ohne Kulick eine beispiellose Karriere, eng verbunden blieb er den Hardrockern dennoch:

Als Gitarrist half er bei dem Großteil der auf Alive II (1977) zu hörenden Studio-Stücken aus, spielte 1978 auf Paul Stanleys Solo-Album und auf Unmasked (1980) Lead-Gitarre in ›Naked City‹. Zudem ist er in allen neuen Studio-Nummern von Killers (1982) zu hören. Auch auf Creatures Of The Night ist er mit Beiträgen vertreten.

Als Session-Gitarrist ging Bob Kulick 1977 auf Tournee mit Alice Cooper, ehe er seine eigene Formation Balance anschob, die 1982 in In For The Count einen kleinen Genre-Klassiker veröffentliche. Als Session-Musiker war er unter anderem für Lou Reed (Coney Island Baby, 1975), Meat Loaf (1978-1987), Michael Bolton (Michael Bolton, 1983) W.A.S.P. (u.a. The Crimson Idol, 1992)  und Doro tätig.

Nach dem Ableben der seiner Band Skull (No Bones About It, 1991) gründete er mitdem vormaligen Rainbow-Sänger Graham Bonnet 1993 die kurzlebigen Blackthorne.