Bad Company
2. April 1975: Straight Shooter erscheint

Mit ihrem Debüt schossen Bad Company 1974 durch die Decke — tatkräftig unterstützt von Led Zeppelin-Manager Peter Grant, der die Band auf dem Zeppelin-Label Swan Song untergebrachte. Zeit, die Früchte ihres Erfolgs zu genießen, bleibt ihnen kaum: Keine zwölf Wochen nach der Veröffentlichung stehen die vormaligen Free-Musiker Paul Rodgers (Sänger) und Simon Kirke (Schlagzeug), Mott The Hoople-Gitarrist Mick Ralphs sowie Bassist Boz Burrell (King Crimson) bereits wieder im Aufnahmestudio.

Der vorab als Single erschienene Stadionrocker ›Good Lovin’ Gone Bad‹ führt auf die falsche Fährte: Trotz ordentlichem Energielevel ist die Band nicht der Versuchung erlegen, ihre Musik mit undurchdringlichen Gitarrenwänden zu versiegeln; Bad Company spielen ihren Hardrock ökonomisch und mit Raum für geschmackvolle Dynamik. Mick Ralphs’ von herrlichem Understatement durchflutetes Spiel in ›Deal With The Preacher‹ ist wie ein Spritzer Öl in die von Rodgers Stimme zum Züngeln gebrachten Flammen.

Meisterlich ist das Zusammenspiel von Gesang, Gitarre, Bass und Schlagzeug in ›Wild Fire Woman‹, einer Nummer, die ebenso wie der Soul-Blues ›Anna‹ und das abschließend zum Rhodes-Klavier vorgetragene ›Call On Me‹ nur deshalb weniger bekannt sind, weil zwei andere Lieder so gnadenlos abräumen: Die zweite Single ›Feel Like Makin’ Love‹ und ›Shooting Star‹ werden aus dem Stand unsterbliche Klassiker des Classic-Rock.

Heute vor 45 Jahren ist Straight Shooter erschienen — Happy Jubiläum!

Mehr zu Free und Bad Company in ROCKS Nr. 76, das am 8. April erscheint!