Molly Hatchet

Battleground

Steamhammer
VÖ: 2019

Zwischenbilanz der Southern-Institution

Von Schicksalsschlägen sind die Südstaaten-Rocker Molly Hatchet wahrlich nicht verschont geblieben. Im April verstarb Frontmann Phil McCormack, der seither von Jimmy Elkins ersetzt wird, und so gerät Battleground, jüngst mitgeschnitten auf ihrer diesjährigen Konzertreise in Amerika, der Schweiz und Deutschland, auch zum Andenken an ihren langjährigen Sänger. Aber es ist zuerst eine Werkschau ihres vielfältigen Schaffens, die essenzielle Southern-Preziosen wie das legendäre Allman Brothers-Cover ›Dreams I’ll Never See‹, den Riff-Rocker ›Flirtin’ With Disaster‹ oder das Solo-Lied ›Edge Of Sundown‹ ihres Ur-Sängers Danny Joe Brown unangestrengt vereint und den Sound der 1971 vom 2017 verstorbenen Gitarristen Dave Hlubek gegründeten Truppe ziemlich treffend charakterisiert.

Dass Bobby Ingram zuletzt als Gitarren-Einzelkämpfer agiert, kann Keyboarder John Galvin vor allem in den epischeren Stücken wie ›Fall Of The Peacemakers‹ oder ›Justice‹ mit feinen Orgel- und Piano-Sounds gerade noch ausgleichen, hitzigen Southern-Hardrockern wie ›Bounty Hunter‹ oder ›Whiskey Man‹ bekommt das Fehlen der einst machtvollen Dreifach-Gitarren-Attacke aber gar nicht gut.

Keine Wertung
TEXT: MARKUS BARO

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