Kent Hilli

The Rumble

Frontiers
VÖ: 2021

Wie die Frühsommersonne

Offensichtlich ist Kent Hillis Durst nach keyboarduntermaltem Melodic Rock mit seiner Stammband Perfect Plan noch nicht gestillt: Sein erstes, maßgeblich selbstgeschriebenes Solo-Album entpuppt sich nämlich beinahe als Konkurrenzplatte zu deren letztjährigem Zweitwerk Time For A Miracle. Dass er jahrelang als Sänger einer Europe-Coverband durch Schweden tourte, merkt man nicht nur Hillis Gesang an. In den Songstrukturen und besonders den toll arrangierten Chören (die etwa aus der ansonsten allenfalls soliden Ballade ›Heaven Can Wait‹ ein Highlight machen) scheint vor allem seine Liebe für die melodischeren Teile der ersten Bandphase bis 1991 durch, auch wenn seine Gitarren dafür eigentlich etwas zu zahm tönen. Dass er abseits von seinen Landsleuten auch mit allen AOR-Wassern gewaschen ist, beweisen die Anspieltipps ›The Rumble (Never Say Die)‹ und ›Never Be Mine‹. The Rumble ist eine seelenwärmende Radio-Rock-Platte, der man das Herzblut des Protagonisten anmerkt und die atmosphärisch perfekt in den Frühsommer passt.

 

(8/10)

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