James Christian

Craving

Frontiers
VÖ: 2000

Edel-AOR aus dem Oberhaus

Als Ausgleich zu seiner Arbeit mit den House Of Lords pflegt Sänger James Christian seine AOR-Wurzeln alle paar Jahre mit einem Soloalbum. Sein letzter Alleingang Lay It All On Me datiert aus dem Jahre 2013 und präsentierte den Vokalisten nach überstandener Krebsoperation in gelöster Stimmung. Auch Craving klingt ausgesprochen entspannt. Edle Piano- und Chor-Verzierungen umrahmen den vielversprechenden Einstieg ›Heaven Is A Place In Hell‹ und Stücke wie das hitverdächtige ›Love Is The Answer‹, ›If There’s A God‹ oder die Ballade ›World Of Possibility‹ sind lupenreine Pop-Songs mit feinen Gesangsarrangements, die auch im Repertoire von Akteuren wie Drive, She Said, Autograph oder Stan Bush nicht fehl am Platz wären. Für den rockigen Anstrich sorgen kräftige Riffs von Gitarrist Tommy Denander in ›Love Is The Answer‹ oder dem dezent metallischen ›Black Wasn’t Black‹. Der hätte gerne bei mehr als nur vier Liedern mitwirken dürfen.

(7/10)
TEXT: MARKUS BARO

ROCKS PRÄSENTIERT

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