Don Airey

One Of A Kind

EAR Music
VÖ: 2018

Orgelmann zeigt Klasse

One Of A Kind klingt weniger verspielt als Aireys Vorgängeralben und bietet eine Sammlung knackiger Rocksongs, von denen einige durchaus hohe Affinität zu seiner Stammband Deep Purple haben — zumindest was die Grundierung durch gut angefettete Orgel- und Gitarren-Riffs angeht: Hier ist eine eine Hardrockband zu hören, die hörbar oft zusammenspielt, ihre Wurzeln in den Siebzigern hat und von der gleichberechtigten Virtuosität des Keyboarders und des Gitarristen lebt.

Mit Simon McBride (auch bei Snakecharmer) hat Airey in der Tat einen hochklassigen Partner, der keinen Vergleich mit den Gitarrenhelden scheuen braucht, die der Orgelmeister bislang als Spielkameraden hatte. Vom quirligen ›Respect‹, das klingt wie der Opener eines späteren Rainbow-Albums, über den dunkel-bluesig rumpelnden Titelsong bis hin zum einzigen progressiv aufgeladenen ›Victim Of Pain‹ wird trotz durchgehender Klangästhetik eine große Bandbreite an Ideen aufgefahren. Und mit ›Running Free‹ gibt es gar noch eine Fingerübung im Pop.

(7/10)

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