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Lex Legion

Lex Legion

MNRK
VÖ: 2026

Hofstaat ohne König

Wenn vier Fünftel der klassischen King Diamond-Besetzung der späten Achtziger wieder gemeinsame Sache machen, sind die Erwartungen nicht gerade klein. Schlagzeuger Mikkey Dee, die Gitarristen Pete Blakk und Andy La Rocque sowie Bassist Hal Patino haben sich für Lex Legion mit Pagan’s Mind-Sänger Nils K. Rue zusammengetan und legen ein Debütalbum vor, das kaum nach kalkuliertem Allstar-Projekt, aber nach ureigener Identität klingt. Schon das eröffnende ›Sleep Eternally‹ zeigt, dass zwar reichlich königliche Vergangenheit im Spiel ist, sich Lex Legion aber nicht mit bloßer Nostalgieverwaltung zufriedengeben. Geprägt vom druckvollen Spiel Dees und den geschmackvoll-filigranen Leads von LaRocque und Blakk, bieten die Musiker mit ›Gypsy Tears‹, ›When The Stars Allign‹ oder ›(I Am) The Resurrected‹ eine zugänglichere Variante ihres alten Stils, der zwar noch immer progressiv und anspruchsvoll zelebriert wird, dem aber der hyperaktive Wahnsinn junger Jahre fehlt. Der Norweger im Bunde löst seine Aufgabe bravourös, glänzt mit starken Gesangslinien und kann den Vergleich mit dem geschminkten Schatten, der hier über allem schwebt, durchgehend vermeiden. Anspruchsvoller Metal mit einer guten Dosis Eingängigkeit und spielerischer Finesse, wie er etwa bei ›Darkness‹ oder ›Life Eternal‹ geboten wird, ist heute selten zu finden.

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(9/10)

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