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Night Ranger

Sonnenschein in allen Lebenslagen

Frontiers

Somewhere In California

Auch wenn die notorisch gut gelaunten Kalifornier in den ausklingenden Achtzigern und speziell mit ihrem Album-Comeback Feeding Off The Mojo (zunächst noch ohne Sänger und Bassist Jack Blades, der sich seiner Band 1996 erst ein Jahr später wieder anschloss) tendenziell immer härter wurden: Night Ranger haben in den vergangenen 30 Jahren nichts von ihrer Gabe verloren, aus jeder Lebenslage heraus treffsicher wie überzeugend die goldene Mitte aus von virtuosen Gitarren befeuertem Hardrock und sonnigem AOR zu finden.

Dass auf ihrer langen Reise dennoch kein Album wie ein Abziehbild des Vorgängers klang, ist der Combo hoch anzurechnen – auch wenn manch eingefleischter Anhänger der Frühphase trockengelegten Reifewerken wie Seven (mit allerhand an die Beatles und Cheap Trick angelehnten Harmonien) oder zuletzt Hole In The Sun skeptisch gegenübertrat. Das wird mit dem neuen Album kaum passieren, denn Somewhere In California klingt erfreulich unverkrampft nach Night Ranger der allerklassischsten Sorte.

Süffige Melodien, ausladende Chöre, Gitarrenduelle und Unisonoläufe, verspielte Arrangements dick produziert - tatsächlich verzahnen hier die Vorzüge ihrer selbst zu verantwortenden Genre-Klassiker Dawn Patrol (1982), Midnight Madness (1983) und Seven Wishes (1985) mit denen des erheblich kernigeren Man In Motion (1988). Als Zeichen der altersbedingten Läuterung schlägt sogar immer mal wieder Seven (1998) mit durch. Ein melodisches Hardrock-Schmankerl mit Bodenhaftung also, das zwar von den Achtzigern gespeist wird, Sound-Schrullen dieses bunten Jahrzehnts aber rigoros außen vor lässt.

Punktuelle Längen? Geschenkt, bei so viel Sonnenschein. Damit war nun wirklich nicht zu rechnen – zumal Zweit-Gitarrist Jeff Watson durch Strahlemann Joel Hoekstra ersetzt wurde und die Keyboards in Eric Levy mal wieder jemand anderes bedient.

4
11.08.2011, Daniel Böhm
5
Durchschnittliche Leserwertung
2 Kommentare
1
Olli
{author}'s avatar
11.08.2011
15.52 Uhr

Leserwertung: 54321

Ja lieber Daniel, und weil dieses Album soviel Sonnenschein verbreitet wäre hier wohl mal eine 5 Punkte Wertung angebracht gewesen!! Tolles Album!!

2
born-to-run
{author}'s avatar
12.08.2011
18.20 Uhr

Leserwertung: keine Wertung

Die Review ist gut aber mindestens ene Punkt zu gering ausgefallen! Mein Album des Jahres bislang

3
Uwe
20.04.2012
13.50 Uhr

Leserwertung: 43211

Tolles Album und um Längen besser als das 2007er Comeback. Aber wenn ich mir jetzt die neue Jack Baldes CD anhöre, gefällt mir diese noch besser. grin

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