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Hymnen in Stahl
Waren die letzten beiden Scheiben der Hamburger Combo lediglich Mittelmaß, so bietet das zehnte Studiowerk To The Metal wieder den gewohnten Standard.
»Natürlich war Majestic nicht unser bestes Album, wofür wir zu recht Kritik einstecken mussten«, weiß auch Gitarrist Kai Hansen. »Aber mit Land Of The Free Part II waren wir schon wieder auf dem richtigen Weg.« Tatsächlich bietet das unmissverständlich betitelte To The Metal nun eine Vielzahl an Songs, nach denen sich die Konkurrenz die Finger lecken würde.
Allein schon der Auftakt ›Empathy‹ ist eine Nummer, die man sich mal wieder von Halford & Co. wünschte. »Klar«, lacht der rothaarige Hanseate, »das hat ein gewisses Judas-Priest-Flair und scheint auch am besten anzukommen. Ich bin ein großer Fan der Band und verleugne das gar nicht.«
Das hört man ebenso dem Titelstück an, das an Priest-Klassiker wie ›Metal Gods‹ erinnert und speziell live seine Klasse entfalten dürfte. Hansen nickt: »›To The Metal‹« ist das einzige Stück, das wir auf einigen Festivals bereits live gespielt haben, und die Reaktionen waren großartig. Es ist halt eine Hymne, die jeder sofort mitsingen kann — was ja auch beabsichtigt war.«
Gerade dieser hymnische Ansatz ist es, den viele Anhänger der Formation so schätzen. Weshalb sich auch die Hinzunahme des ehemaligen Helloween-Vokalisten Michael Kiske auszahlen dürfte. »Michi singt in ›All You Need To Know‹, da seine Stimme ganz einfach perfekt zu der Nummer passt. Als ich sie gesungen habe, klang es einfach nicht so, wie wir uns die Angelegenheit vorgestellt hatten, weshalb wir bei Kiske angeklopft haben. Eigentlich sollte Michi schon auf der letzten Platte mitmischen. Aber das wäre zu offensichtlich gewesen, da er schon bei Land Of The Free mitgemacht hat und wir ihn beim zweiten Teil nicht schon wieder präsentieren wollten.«
