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Durchschlagend anders

Feature (11.04.2010, 17:46 Uhr von Daniel Böhm) - 2 Kommentare


»Die Scorpions hatten einen Sound, den es so noch nicht gab«. Axel Rudi Pell feiert den Meilenstein Lovedrive von 1979.

Scorpions
Lovedrive (1979)

»Schon mit Uli Jon Roth hatten die Scorpions einen Sound, den es weltweit so noch nicht gab«. Ich war selber ziemlich überrascht, wie sehr mich dieses Album in der neuen Besetzung umgeblasen hat, denn eigentlich war ich total auf diese Hendrix/Roth-Schlagseite der frühen Alben fixiert. Aber auf einmal gefielen mir die Scorpions sogar noch viel besser! Die Rhythmusgitarren auf Lovedrive sind einfach tierisch. Und ihr Sound blieb auch nach dem Weggang von Uli einzigartig. Die hatten extrem laute Powerdrums — und trotzdem knallten die Rhythmusgitarren genauso laut. Aber auch von den Songs her ist Lovedrive supergenial.
Diese Band hat viel mehr Musiker beeinflusst, als heute gerne zugegeben wird — eben weil die Scorpions gerne vorschnell in die Balladenschublade gesteckt werden. Auch Eddie Van Halen bekennt sich immer wieder klar zu Uli John Roth als großes Vorbild. Wenn es die Scorpions mit Lovedrive nicht gegeben hätte, würde Pell heute anders klingen. Ganz klare Sache. «

2 Kommentare
1
Karl-Peter Bremer
21.04.2010
17:59 Uhr

Dem ist nichts hinzuzufügen. Mit Lovedrive veränderte sich der Sound Der Jungs, wurde eingängiger.

Ich persönlich kam aber mit Klaus Meine als Sänger nicht so zurecht.

Ich habe die Scorps 1978 am 2.ten Weihnachtstag in der Wuppertaler Stadthalle gesehen, da waren sie hier noch ein Geheimtip, in Japan jedoch schon Superstars.


Long Live Rock ‘n Roll


Oldpete

2
franjo
20.07.2010
17:25 Uhr

habe die scheibe genauso erlebt. die sologitarren von michael schenker und von matthias jabs lassen keine wehmut an den ebenfalls prägenden uli roth aufkommen - und das heisst schon ‘was.
und es gibt mit “is there anybody there” sogar einen reggae mit verzerrten gitarren.
auch nach einigen jahrzehnten eine in vieleirlei hinsicht taufrische scheibe.

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