Joe Bonamassa, 09.März 2012. Leipzig, Auensee.
Ich kam ein paar Minuten zu spät, Bonamassa hatte pünktlich angefangen und spielte gerade „Dust Bowl“, diesen großarigen Titelsong der gleichnamigen Platte. Wie alles an diesem Abend im XXL –Format, mit einem bemerkenswerten Breitwand –Sound. Er schafft es, die gesamte Bluesrock, (muss es besser ROCKBLUES heissen?) - Palette zu zelebrieren. Die Gitarrenmagie, die er dabei entfacht und mit der er sein Auditorium auch 100 % bekommt, reicht vom gerade und senkrecht runtergedonnerten Stampfer (The Ballad of John Henry ) über den unter die Oberfläche gehenden Klassiker bis tief in die Seele der Materie eindringenden „Slow Gin“ .
Lässt dabei stets hinter den Horizont des Genres schauen. Irgendwann auch der Einbau eines überragenden Solo - Akustik –Sets.
These: Bonamassa ist DER rechtsgültige Gallagher – Nachfahre. Jedenfalls ist man unter der Impression des Abends gerne dieserart gelagerten Gedanken anhängig. 2,5 Stunden Spielzeit sind fanfreundlich und viel zu schnell vorbei. Im Zugabenteil das (mutige) countrylastige – Cohen Cover „Bird“, zum guten Ende dann gar noch ein paar Jimi – Page –Zitate im ausufernden „Just Got Paid“. Formidabel. Ganz großes Ohrenkino. Hingehen, wenns irgendwie geht!
Setlist:
1. Slow Train
2. Last Kiss
3. Midnight Blues (Gary Moore cover)
4. Dust Bowl
5. You Better Watch Yourself
6. Sloe Gin
7. The Ballad of John Henry
8. Lonesome Road Blues
9. Song of Yesterday
10. Steal Your Heart Away
11. Blues Deluxe (Jeff Beck cover)
12. Young Man Blues (The Who cover)
13. Woke Up Dreaming
14. Django
15. Mountain Time
Zugaben:
16. Bird on the Wire (Leonard Cohen cover)
17. Just Got Paid (ZZ Top cover)
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