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Stevie Salas: Be What It Is (2009)

Feature (08.02.2010, 01:50 Uhr von Vincent Abbate) - 1 Kommentare


Mit seiner Mixtur aus Jimi Hendrix, Led Zeppelin, Lenny Kravitz und den Red Hot Chili Peppers lag Stevie Salas noch nie daneben.

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Seine Diskografie hat mittlerweile einen stattlichen Umfang: 20 Platten hat der Gitarrenzauberer indianischer Abstammung innerhalb der letzten 20 Jahre auf den Markt gebracht, darunter zahlreiche EPs, Live-Alben und einige Remixes — und nicht zuletzt auch mehrere Best-of-Kopplungen, die selbst der nichtasiatischen Welt den Kontakt mit Stevies Musik ermöglichen. (Bis heute bleibt ein Großteil seiner regulären Scheiben in Europa leider unveröffentlicht).
Auch Be What It Is war hierzulande knapp zwei Jahre lang ein reines Importvergnügen — bis jetzt. Mit seiner unter Starkstrom gesetzten Mixtur aus Jimi Hendrix, Led Zeppelin, Lenny Kravitz und den Red Hot Chili Peppers lag Stevie Salas noch nie daneben — so rundum gut wie auf seiner neuen Scheibe klang er aber selten. Elektro- und Sample-Tendenzen lässt er diesmal weitgehend außen vor. Anstelle von gut programmierten Drums nutzt er echte Schlagzeugprominenz wie Matt Sorum und Dave Abbruzzese und zaubert mit Leichtigkeit fiebrig groovende Rocksongs aus dem Ärmel. Schon das umwerfende Titelstück, der hammerharte ›Long Way To Roll‹ (Chili Peppers fusionieren mit Led Zeppelin) und die zweideutige Surfhyme ›Get Out Alive‹ mit Wah-Wah-Solo à la Jimi treffen am Anfang des Albums direkt ins Schwarze.
Aber es kommt noch besser und vielschichtiger. Beim schaurig-dunklen ›Two Souls War’n In A Bag Of Skin‹ treibt Salas die Bluesgitarre an ihre äußerte Grenze und am riffgetränkten ›Are The Gods Smiling On Me‹ hätte wohl selbst Jimmy Page seinen Spaß. Die Songs legen immer dann spürbar an Intensität zu, wenn ernste Themen wie Selbstmord (›No Easy Answer‹), Verlust (›To Begin Again‹) und innere Zerrissenheit (›Save Me From Myself‹) die Oberhand gewinnen.
Immer wieder blitzt Rockgeschichte in seinen Stücken auf — und trotzdem klingt Salas einfach nur nach sich selbst: Das ist große traditionelle Groove-Rock-Kunst, ohne auch nur ein bisschen aufgesetzt oder gar „retro“ zu klingen.

Vincent Abbate

1 Kommentare
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Jens Lorenz
17.02.2010
18:57 Uhr

Salas ist heißer als heiß, und wenn er mal keine scharfen chips frißt, dann haut er so ein Album raus…! Klasse, echt. Aber wie wäre es mal mit ein bißchen mehr qualitativer Stabilität???

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