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Album der Woche: Mirage (1974)
Ein Schatzfund: Diese erst kürzlich veröffentlichten Aufnahmen aus den frühen Siebzigern präsentieren einen energischen Burdon, der seine Stimmbänder mit dem Soul von War geölt hat.
Eric Burdon
Mirage
Von Burdon-Fans sehnlichst erwartet, erschien Mirage vor ein paar Jahren in einer lieblos aufgemachten Erstausgabe. Erst diese neue Edition wird dem Werk vollends gerecht, denn neben ausführlichen Liner-Notes spiegeln Aufmachung und Layout die Intention der 1973/74 in den USA aufgenommenen Platte wider. Die ursprünglich als Soundtrack für einen Anti-Vietnamkriegsfilm geplante Musik präsentiert einen energischen Burdon, der seine Stimmbänder noch deutlich mit der Seele und dem Soul von War geölt hat. Es gibt Psych-Rocker (›Dragon Lady‹), schwarzen Folk-Rock mit aggressivem Gesang (›Ghetto Child‹), eine Hard-Blues-Orgie mit Parts, die an Pink Floyd erinnern (›Driftin’/Geronimo’s Last Stand‹), einen lässigen Orgasmus-Boogie (›Cum‹) und dann ›Mirage‹: ein sanftes, verträumtes Lied, das Eric Burdon mit Jimi Hendrix schrieb und das die lyrische Seite des Gitarrengottes wieder lebendig werden lässt.
